Comicgeschichte

Vorformen der Comics in Deutschland

Bilderbogen Bevor die Comics in der Form, wie wir sie heute kennen, durch amerikanische Einflüsse entstehen konnten, gab es bereits die Vorform des "Bilderbogens". Sie entstanden seit 1848 als "Münchner Bilderbogen", ab ca. 1867 als "Deutscher Bilderbogen" und enthielten Bilderzählungen verschiedener, auch bekannter Künstler. Hierbei ist nicht immer klar zu sagen, ob die Bilderbögen eher dem illustrierten Text zugeordnet werden können oder bereits dem Comics - dies war je nach Künstler unterschiedlich. Bei vielen von ihnen spielten jedoch die Zeichnungen für das Verständnis der Geschichte eine entscheidende Rolle und nahmen auch dementsprechend viel Raum ein - die Entscheidung der Zugehörigkeit der Bilderbögen ist somit subjektiv und orientiert sich an Einzelfällen.

Eine der bekanntesten Publikationen, die zu den Comic-Vorformen gerechnet werden kann, sind die zahlreichen Geschichten von Wilhelm Busch (1832-1908) - unter ihnen die berühmten "Streiche" von Max und Moritz. Obwohl die Erzählungen auch ohne die Illustrationen verständlich sind und durch ihren eigenen Stil, ihren Humor und auch ihre Boshaftigkeit auffallen, so können die Zeichnungen vielfach nicht nur als schmückendes Beiwerk angesehen werden, sondern sind die notwendige Ergänzung zum Text - manchmal werden sie sogar aus dem Zusammenhang gerissen heute als eigenständige Bildwerke genutzt.

Max und Moritz

Wilhelsm Buschs "Helden" Max und Moritz.

Die hier zu findende "Symbiose" von Bild und Text - also weder eine illustrierte Geschichte noch ein Bild mit einer einfachen Unterschrift - macht auch heute noch einen Comic aus.