Comicgeschichte

Comics in Deutschland

Die ersten Comics in Deutschland waren sicherlich die, die von den amerikanischen Besatzern mitgebracht und an die Bevölkerung weitergegeben wurden. Erst ab der Mitte der 50er Jahre gab es eigene Entwicklungen, wobei diese sich nach West- und Ostdeutschland unterscheiden. In der BRD entstanden 1953 durch Rolf Kauka "Fix und Foxi" im Stil der Disneys mit vermenschlichten Tiercharakteren in den Hauptrollen. Die beiden Figuren sollten die nächsten vier Jahrzehnte mit die bekanntesten Figuren der deutschen Comicszene bleiben.

Einen anderen Weg ging der Zeichner Hans Rudi Wäscher. Seine Protagonisten Sigurd, Falk, Tibor und Nick orientierten sich an den klassischen Heldencomics und erlebten in ihrem jeweiligen Umfeld echte Abenteuer, ohne einen ausgeprägten humoristischen Ansatz zu haben. Die Geschichten erschienen fünfzehn Jahre lang in den "Piccolo"-Heftchen, von denen zwischen 1953 und 1968 immerhin 327 Folgen veröffentlicht wurden!

MosaikIn der DDR traten 1955 die drei Kobolde Dig, Dag und Digedag von Hannes Hegen als erste Comicserie auf die Bildfläche und hielten sich dort bis 1975. Insgesamt hatten die Comiczeichner der DDR ebenso wie alle anderen Autoren mit den Auflagen der Zensur zu kämpfen und fanden damit unabsichtlich ähnliche Probleme wie einige amerikanische Künstler vor, zum Beispiel wie 1952 die Zeichner der Horrorgeschichten E.C.-Comics , die später das Satiremagazin "MAD" gründeten.

Spätere erfolgreiche Comics waren zum Beispiel in den 80ern die "Werner"-Geschichten, die es immerhin auf den ersten Platz der Bestseller-Listen schafften und auch Filmerfolge verbuchen konnten, sowie die Comics von Ralf König, die das Schwulenmilieu zum Thema haben.