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CartoonsSeit 1950 entstand der Cartoon in der uns heute vertrauten Art: kurze, in sich abgeschlossene und witzige Geschichten, die in drei bis fünf Bildern erzählt waren. Die Darstellungsweise, die mehr einem bebilderten Witz als einer echten Geschichte gleicht, hatte sich als besonders geeignet für die Veröffentlichung in Zeitungen erwiesen. Gerade diese "Massenmedien" und der rasche, leicht verständliche Stil der Cartoons mit der garantierten lustigen oder nachdenklichen Pointe sowie die Tatsache, dass es immer um einen bestimmten Kreis von Charakteren geht, machte diese neue Comicform schnell berühmt.
Die Cartoons erscheinen zusammengefaßt in Büchern und werden durch zahlreiche Merchandise-Artikel - vom Kaffeebecher bis zur Unterhose - ergänzt. Viele versuchten auch den Sprung ins Reich des Zeichentrickfilms, wobei es nahezu unmöglich war, die knappe und eindringliche Art der Cartoons in ein anderes Medium zu übertragen. Ein großer Vorteil der Cartoons besteht darin, dass sie durch den geringen Erzählrahmen allgemeine Themen wie das weite Feld der menschlichen Schwächen, Mißgeschicke, kleine Freuden oder Verständigungsprobleme etc. aufgreifen, die jeder Leser gleich nachvollziehen kann. Zudem gewinnt hier die Zeichnung noch mehr an Bedeutung, da sie in dem begrenzten Raum die Emotionen und Reaktionen der Protagonisten besonders unmißverständlich ausdrücken muss, was einen besonderen Stil und eine angepasste Zeichen- und Erzählweise nötig macht. Ein guter Comiczeichner ist demnach ebenso wenig automatisch ein guter Cartoonist, wie ein Romanautor einen guten Witz erzählen kann. |